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kaiser - bihler - scheib:
"fuga del diavolo"
25 lieder nach texten von wilhelm busch s
jetzt
auf CD! (JHM 150)
wollie
kaiser
tenorsaxophon, klarinette, bass-klarinette, kontrabass-klarinette, flöte,
piccolo, blockflöte, gitarre, gesang, rezitation, sampling
katharina
bihler
gesang, rezitation, spielzeug
stefan
scheib
e-bass, kontrabass, sampling
ralf
peter
gesang (counter-tenor), rezitation
elodie
brochier
gesang, rezitation
hartmut
oßwald
tenor-, sopransaxophon, klarinette, bass-klarinette, blockflöte
oliver
maas
klavier, keyboard
Vertrieb und Mailorder
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D-50672 Köln
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jhm@jazzhausmusik.de
http://www.jazzhausmusik.de
fotos: roger paulet
FUGA DEL DIAVOLO
die
audiovisuelle boshaftigkeits-revue
nach wilhelm busch
wollie
kaiser - komposition, sampling, holzblasinstrumente, gesang, electronics
katharina bihler - komposition, gesang, kostüme, bühne/video, regie
stefan scheib - komposition, sampling, kontra-bass, e-bass
hartmut oßwald - holzblasinstrumente, electronics
ralf peter - gesang (countertenor)
elodie brochier - puppenspiel, tanz, gesang, puppen, masken
oliver maas - piano, keyboards
christiane mandernach - tanz, gesang
krischan kriesten
- technik
Bühne
frei für böse Buben
Von SZ-Mitarbeiterin Kerstin Krämer
Rund um die Figuren von Wilhelm Busch rankt sich die "Fuga del Diavolo",
ein Projekt der hiesigen freien Musik-, Schauspiel- und Tanz-Szene. Die grausam-
komische Revue wurde in der Mauritius-Kirche aufgeführt.
Ein musikalischer, schauspielerischer und tänzerischer Reigen um die Abgründe
und Eitelkeiten der menschlichen Seele:
die Fuga del Diavolo in der Mauritius- Kirche.
"Tugend will ermuntert sein, Bosheit kann man schon allein", so
das Motto des Projekts, bei dem verschiedene Protagonisten der hiesigen freien
Musik-, Schauspiel- und Tanz-Szene um die drei Masterminds Wollie Kaiser,
Stefan Scheib und Katharina Bihler dem begnadeten "Cartoonisten"
Wilhelm liebevoll auf den Busch klopfen: Ein Reigen um die Abgründe und Eitelkeiten
der menschlichen Seele - zeitlos aktuell, denn hat Boshaftigkeit nicht immer
Konjunktur?
In Wort, Bild und Ton wird da erzählt vom hässlichen Hannchen, missgünstigen
alten Tanten und garstigem Federvieh, von unglücklich Verliebten, von Max
und Moritz natürlich und vom armen Poeten Balduin Bählamm, dessen von der
Alltags-Banalität torpediertes Bemühen um die Dichtkunst sich wie ein roter
Faden durch die Revue schlängelt.
Getreu der Devise "was beliebt, ist auch erlaubt" ziehen die Akteure
alle Register und beweisen dabei hervorragende Cross-Over-Talente, wobei sich
alle Sparten aufs Schönste verzahnen.
Die Musik für diese teuflisch gute Fuge komponierten bezeichnenderweise Tausendsassa
Wollie Kaiser (Holzblasinstrumente, Gesang, Elektronik, Samples), Stefan Scheib
(Bass, Samples) und Katharina Bihler, die zudem für die wunderbaren, an der
zeichnerischen Vorlage orientierten Kostüme und die stringente, ins Detail
verliebte Inszenierung verantwortlich zeichnet.
Da verschmelzen jazzige und E-Musik-Klänge mit rockigen Sounds, wechseln durchkomponierte
Passagen mit freier Improvisation (an Piano und Keyboards: Oliver Maas; Hartmut
Oßwald an Saxofon, Klarinette und Elektronik); unterlegt mit "biologischen",
aus Stimmen oder Vogelgezwitscher generierten Grooves.
Mit pantomimischen Einlagen sowie Puppen- und Schattenspiel ist der Bereich
Schauspiel angereichert. Obendrein kriegen alle Darsteller (neben der nicht
nur sprachlich herausragenden Katharina Bihler und Elodie Brochier, die zudem
die ulkigen Puppen und Masken entwarf, der exzellente Counter-Tenor Ralf Peter
und Christiane Mandernach) mühelos den Spagat zwischen Schauspielerei und
Gesang hin und lassen klassische Töne mit Rap kollidieren.
Und zwischen all dem tanzt Mandernach als leibhaftige Verkörperung der Übeltäterei,
in Sammet und Federn herausgeputzt wie eine Gestalt aus dem Struwwelpeter
- womit auch die grausliche deutsche Erziehungsliteratur ihren Hieb weg hat.
Eine minutiös ausgeklügelte Zusammenstellung, ein Mitwirkender besser als
der andere: Das macht "Fuga del Diavolo" zur herrlich grausam-komischen
Revue, die bei aller Vielfältigkeit der Ausdrucksmittel keine Sekunde anbiedernd
oder beliebig wirkt.
Rundum klasse also - eine wahre Kunst der Fuge.
Was Willi Busch wohl dazu gesagt hätte? Och, der hätte es sich wahrscheinlich
mit Pantoffeln, Meerschaumpfeife und dem Raben Hans Huckebein auf der Schulter
im Ohrensessel gemütlich gemacht, den Maikäfer hinter den Fühlern gekrault
- und sich eins geschmunzelt.
Saarbrücker Zeitung
"was beliebt, ist auch erlaubt"
...und
was gefällt mensch am besten? worüber amüsiert mensch sich am köstlichsten?
was macht mensch regelrecht glücklich?
- die antwort kannte wilhelm busch - der menschen-hasser(?), menschen-beobachter,
menschen-kenner - nur allzu gut:
die boshaftigkeit!
wie genau, wie gut und wie umfassend er um die riesige palette menschlicher
abgründe wusste, hat er uns eindrucksvoll bildlich wie schriftlich hinterlassen.
die idee, das werk wilhelm buschs als grundlage für eine art multimedialer
musik-revue zu nehmen, basiert u.a. auf der erkenntnis,
dass uns nichts menschlicher, - und damit vertrauter und näher - aber auch
universeller erscheint als der mensch selbst und seine oft genug fragwürdigen
(charakter-)eigenschaften. der sarkast wilhelm busch zeigt uns all die brüche,
antagonismen und abgründe, die im scheinbar "normalen" menschlichen
leben schon immer die eigentlichen hauptrollen spielten und spielen.
demnach kann man - auch wenn die sprache und die figuren seiner zeichnungen
natürlich seiner zeit entsprechen - wilhelm buschs
werk durchaus als zeitlos bezeichnen (boshaftigkeit hat immer konjunktur!)
oder - um den meister selbst zu zitieren:
"tugend will ermuntert sein - bosheit kann man schon allein".
die revue FUGA
DEL DIAVOLO bringt buschs gedankenwelt zeitgemäß mit den mitteln von musik,
sprache, sampling, (puppen-) spiel, gesang und tanz auf die bühne. die verbindung
von buschs texten mit aktueller musik erweckt buschs bilderwelten zu neuem
leben im kopf der zuschauer.
dabei trifft klassischer gesang auf jazz und rock, es wird getanzt, gespielt
(auch mit puppen) und gerappt. es wird erzählt von sophiechen, max und moritz,
dem raben huckebein, balduin bählamm und vielen weit unbekannteren protagonisten.
unter anwendung spezieller sampling-techniken entstehen rhythmen und grooves,
die ausschließlich aus den stimmen real existierender lebewesen zusammengesetzt
wurden. so ist u.a. die stimme des achtjährigen moritz aus köln, sowie das
eindrucksvolle vokale spektrum des beos pico oder die typischen geräusche
einer alkoholgeschwängerten zecherei zu hören - frei nach wilhelm busch: "was
beliebt, ist auch erlaubt".
booking:
Horst
Schmitz
Bonner Strasse 69
D-50677 Köln
fon/fax: +49 (0) 221 - 37 26 69
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